Schlappeseppel – Weissbier, naturtrüb

Ein Weissbier was nicht gleich ein Menü bedeutet.

Der Name Schlappeseppel ist lebendige Geschichte. Im Dreißigjährigen Krieg nahm das Söldnerheer des schwedischen Königs Gustav Adolf die Stadt Aschaffenburg ein und verlangte für den König Bier. Die Vorräte waren jedoch nahezu erschöpft und man musste eine andere Lösung finden. Diese fand man dann in einem Heermann der die hohe Kunst des Bierbrauens verstand. Der Soldat Josef Lögler hatte ein lahmes Bein und wurde „der schlappe Seppel“ genannt. Dieser machte sich an die Arbeit und braute ein meisterhaftes Bier für den König. Als der König samt seinem Heer die Stadt verließ, wurde „Seppel“ sesshaft und das „Schlappeseppel“ Bier war geboren.

„Traditionelles Brauhandwerk zu pflegen und zu bewahren, ist unser Anspruch“

Schlappeseppel über ihr Bierhandwerk

Nun zum Ersten Bier: Wenn man von Weiss- / oder Weizenbieren spricht hört man oft von 1 Bier ist gleich eine ganze Mahlzeit. Hier geht es einfach um gehaltvolle Biere, in der das Getreide den ganzen Mundraum und später auch den Magen einnimmt. Beim „Schlappeseppel Weissbier“ habe ich dieses unangenehme, typische Völlegefühl aber nicht und das ist schon Mal ein großer Punkt zur Aufwertung in diesem Test.

Das Bier ist Goldorange und hefetrüb, mit einer impulsiven, weiss-cremigen Schaumkrone.

In der Nase breiten sich die typischen Bananennoten, Getreide, aber auch etwas Hopfenblume, die evtl. durch die Kohlensäure zur Nase geführt wird. (Nasaler Frischeeindruck)

Wie schon vorab gesagt, ist dieses Bier nicht so Gehaltvoll, wie man es eigentlich erwartet. Für mich wertet dies das „Schlappeseppel“- Weissbier aber eher auf, da das Getreide im Mund und in der Verdauung einen nicht erschlägt.

Erklärt wird diese weiche Textur damit, dass hier Schalenloses Weizenmalz genutzt wird. Die Basis ist ein bodenständiger, süßer Malzkörper, eine frische Rezenz und eine erhöhte Drinkability. Die prägnante Kohlensäure trägt das Bier dann wahrlich Richtung Gaumen, an dem sogar eine feine Würze übrig bleibt.

Fazit: Ich weiß nicht, ob ich schon Mal so ein weiches Weissbier getrunken habe. Milde Hopfenblume, Betonung auf dem sehr guten Malzcharakter. Zutaten-Qualität die man schmeckt.

8,0 HoppiPoints für das Schlappeseppel Weissbier.

Facts:

Alc. 5,5%

Stammwürze 12°Plato

Trinktemperatur 8-10°Celsius

www.schlappeseppel.de

Paddy@HoppiThek
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