ÜberQuell – Hamburger Senatsbock (2020)

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Hopfiger Bock

Anstich für den Hamburger Senatsbock bei der HoppiThek. In diesem Jahr von unseren Freunden von ÜberQuell, die heute Nachmittag ihr erstes Social Tasting mit einigen Sorten gestartet haben, die hier schon auf dem Kanal waren und ansonsten noch folgen. Deshalb habe ich mir gedacht, unterbreche ich die Auswahl und teste heute den Senatsbock.

Hamburgs Brauereigeschichte ist vielfältig. Schon im 12. Jahrhundert wurde unsere Elbmetropole als das „Brauhaus der Hanse“ bezeichnet. Und beim Recherchieren in alten Unterlagen fanden wir wieder etwas Spannendes aus der nahezu 1000jährigen Hamburger Biergeschichte.

In den 1950er Jahren gab es in Hamburg die Senatsbock-Tradition. Fünf damalige Brauereien schlossen sich immer gegen Ende des Jahres zusammen, um in einem Gemeinschaftsprojekt ein besonderes Bockbier einzubrauen.

Dann, zum Anfang des jeweils neuen Jahres wurde der Senatsbock mit viel Brimborium angestochen und läutete Hamburgs 5. Jahreszeit – die Bockbierzeit – ein

Der Senatsbock

Glücklicherweise trafen sich die Brauer vom Block Bräu, dem Brauhaus Joh. Albrecht, der Gröninger Privatbrauerei, der Kehrwieder Kreativbrauerei und von der Ratsherrn. Seit Ende 2013 arbeiteten Sie an der Rezeptur eines neuen Senatsbocks. Und jetzt ist er wieder da – Die Tradition lebt wieder auf!

2018 kamen dann mit dem Wildwuchs Brauwerk, der Landgang Brauerei und den Überquell Brauwerkstätten drei weitere Brauereien dazu, so dass nun acht Hamburger Brauereien an den Kesseln tüfteln, um für euch ihre Version des Senatsbocks zu kredenzen. 

Der Senatsbock

Im Glas zeigt sich ein dunkelbraunes Bier mit einer dreifingerbreiten, prächtigen und beige-gelben Schaumkrone.

Das Bier duftet malzig süß, sofort nach starkem Kaffee aber auch floral und vor allem Texturreif.

Im Antrunk ist das Bier auf das typische Bockier-Malzbouquet gebettet entfaltet dann aber aehr komplexe Hopfenöle und wird bitter. Natürlich Kaffee, wie vorab schon in der Nase, aber auch das Malzbrett bleibt weiter vorhanden. Spritzig und cremiges Mundgefühl trifft auf florale Hopfennoten. Sehr fein aber auch komplex kommt dieser Bock daher. Manche würden es vielleicht sogar als unrund und stark empfinden, aber das ist halt „Freestyle“, wie dieses Jahr der Senatsbock sein sollte.

Fazit: Komplexer Doppelbock mit feiner Kaffee-Malzsüße. Kaffee-Sahne-Schokolade und florale Hopfenbombe. Nichts für Craft-Novizzen.

8,0 HoppiPoints für den ÜberQuell Senatsbock.

Facts:

Alc. 8,5%

Stammwürze 20°Plato

Bittereinheiten 55IBUs

Malz: Wiener, Belgisches Spezial, Melanoidin, Röstmalz)

www.ueberquell.com

Paddy@HoppiThek / Senatsbock.com
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