Harzig, bitter und ein feines Malzbouquet
Kreativbrauer Oliver Wesseloh hat mit seiner Single-Hop Serie „Shipa“ ein total interessantes Konzept entworfen. Er bringt einzelne Hopfensorten so richtig in einem IPA zur Geltung. Es müssen also nicht immer 7 verschiedene Aromahopfen sein, nein auch ein einzelner kann Geschmacksvielfalt entfachen. Und der Ekuanot, um den es im heutigen Test geht, ist mit absoluter Sicherheit so ein Kandidat. Aber nicht nur Hopfen ist in diesem Bier, sondern auch eine feine Schüttung mit Wiener Malz kommt hinzu. Mit 16,8°Plato Stammwürze kratzen wir sogar fast am Doppelbock(>18°P).
Im Glas zeigt sich ein bernsteinfarbenes Bier, mit einer festen, grobporigen und leicht beigen Schaumkrone, die sich später schön am Glasrand verteilt.
Das SHIPA duftet nach reifen Zitrusfrüchten. Man erkennt aber auch frische Melone und eine feine Malznote.
Beim Antrunk hat man als erstes ein feines Malzbett unterm Hopfenhimmel. Der Ekuanot meldet sich dann mit reifer Melone und wird exotisch fruchtig, geht hier aber auch schon in Richtung Zitrusfrüchte, wie Limette. Das Bier ist vollmundig, leicht cremig und schnell prägnant bitter. Eine harzige und würzige Bittere begleitet dann auch den Nachhall am Gaumen, was aber auch total zu diesem Bier passt.
Fazit: Nicht das „juicy, hazy“ Sommerbier, aber ein verdammt Gutes IPA aus Hamburg. Oliver Wesseloh schafft es hier, auch dem Ekuanot Hopfen eine Bühne zu bieten. Wer auf harzige und bittere IPAs steht, kommt hier voll auf seine Kosten.
7,5 HoppiPoints
Alc. 7,5%
Stammwürze 16,8°Plato
Bittereinheiten 65IBUs
Food-Pairing: Würziges Fleisch, Meeresfrüchte, Asia-Wok-Gerichte