Die dunkle Verführung aus Nürnberg

Und das nächste Bier in der fränkischen Bockbier-Serie in der HoppiThek. Jetzt gehen wir zu einer Brauerei, die einen großen Namen in der Deutschen Bierwelt hat, aber dennoch tolle, handwerkliche Produkte herstellt. Die Tucher Brauerei ist ein Inbegriff Nürnberger Braukunst. Kürzlich hat man das alte Tucher Sudhaus wieder ins Leben gerufen, um da Sondersude, wie das originale Nürnberger Rotbier, zu brauen. Das Unternehmen gehört zur Oetker Gruppe und hat natürlich dadurch einen immensen finanziellen Hintergrund. Entstanden ist die Tucher Brauerei aus der Patrizierfamilie Tucher, die im 15 bis zum 17. Jahrhundert eine einflussreiche Familie in der heutigen fränkischen Metropole, war.

Seit etwa 1643 ließ der von den Patriziern gestellte Rat der Stadt im Heilig-Geist-Spital in Eigenregie Weizenbier brauen. Um 1672 wurde in der ehemaligen Waizenstraße – heute Karl-Grillenberger-Straße 3 – das „Städtische Weizenbräuhaus“, ein Sandsteinbau mit dreigeschossigen Volutengiebeln, errichtet und der Braubetrieb aufgenommen. 1672 ist auch das offizielle Gründungsdatum der Brauerei.

Aus Wikipedia

Im Glas haben wir heute aber einen kräftigen, untergärigen Bayer! Vom Etikett nicht unbedingt typisch Fränkisch, sondern eher oberbayerisch- bis auf die Frankenfahne,ist es eher der Wiesn-Klassiker, allerdings mit dunkel befüllen Maßkrügen.

Im Glas zeigt sich ein schwarzrotes, eher noch klares Bier. Oben auf sitzt eine zu Beginn voluminösen, cremige und beige Schaumkrone.

In der Nase haben wir röstige Malznoten. Eine fruchtige Süße, Beeren und ein toller Akazien-Honig-Duft.

Der Antrunk gestaltet sich süß, fast wie ein Zuckerrüben-Sirup in flüssiger Form. Wir haben einen süßlich-röstigen Charakter auf der Zunge, einen noch eher mittelschlanken Trunk, der aber von einem feinen Kohlensäure-Ansatz begleitet wird. Waldig, röstig, karamellig. Es schmeckt fast wie die Hülle von gebrannten Mandeln. Etwas Vanille und hinten heraus eine angenehme Hopfennote, zudem eine leicht scharf-angehauchte Hopfen-Würze.

Fazit: Eine dunkle Bocklegende. Schmackhaft, süß und gefährlich gut zur fränkischen Küche.

Sommelier-Quickpass / Facts:

Alc. 7,5%

Stammwürze 18,3°Plato

Trinktemperatur 8°

Glas-Empfehlung: Seidla, Willibecher, Verkostungsglas

Food-Pairing: Marinierter Fasan mit Honig-Bockbiersoße, Salbei und Rosmarin

Musik-Empfehlung: Queen – I want it all

Das Bier <hier> kaufen.

www.tucher.de

Paddy@HoppiThek, in Zusammenarbeit mit MeiBier.de
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