Lünen Bräu – Humulus Maximus

Bittere Hobbyliebe!

Das zweite Bier, dass ich von Hobbybrauer Finn Finn Schneider aus Lüneburg teste, ist ein Double Dry Hopped IPA, mit ordentlich viel Hopfenwumms, was auch den Namen „Humulus Maximus“ erklären könnte. Ich habe mich mal etwas mit dem Namen beschäftigt und es heißt in Deutsch übersetzt sowas wie „Hopfen Wichtig“. Und was da so aus der Heide in die 0,5l Dose gekommen ist, entspricht genau diesem. Mosaic Hopfen, der mit 300gr auf 20Liter hopfengestopft wurde dazu noch weitere 200gr die der Gährung dazugegeben wurden, sprechen hier schon eine deutliche Sprache, was schon vorweggenommen werden kann. Ich habe mir von Finn sagen lassen, dass der errechnete IBU Wert bei 180 liegt. Geschmacklich sind es wohl aber durchaus weit darunter liegende 60-70IBUs, was ja aber wie viele wissen die uns regelmäßig lesen, auch eine ordentliche Kinderstube bedeutet.

Im Glas erscheint ein Bier, welches von der Farbe her, Ähnlichkeiten mit einem berühmten Cola-/Limomix hat. Hier ist es allerdings ein sehr schön getrübtes Bier, was eine perlige, weiße Krone aufweist.

In der Nase haben wir sehr grasige, aber auch eine feine Erdbeernote, bis hin zum cremigen Karamellbonbon. Das kitzelt die Geschmackszellen schon sehr. Man könnte meinen dieses DDH hätte auch schon die Bekanntschaft mit einem Holzfass gemacht.

Der Antrunk ist umgeben von wilden Tropenfrüchten, wie Sternfrucht, Pfirsich und eine säuerliche Erd- oder vielleicht sogar Stachelbeere. Etwas erdige und ölige Aromen kommen auf, werden aber bis zum Schluss von einer feinen Karamellmalz-Süße begleitet. Machen wir uns nichts vor dieses Bier ist trocken und immens bitter. Aber durch dieses Dry Hopped Verfahren kommt der Mosaic aber sowas von gut weg. Trotz des hohen Alkoholgehaltes und der starken Bittere, finde ich die Trinkbarkeit gefährlich hoch. Ich habe mich erwischt, dass ich im Test relativ schnell mein Glas wiederaufgefüllt habe, um an weitere Genüsse zu kommen. Zusätzlich zu einer für mich hohen Drinkability kommt dieser kernig, knackige Frischhopfeneindruck, der das DDH aus Lüneburg zu etwas besonderem macht.

Fazit: Lieber Finn das funktioniert: Hopfen, Hopfen, Hopfen, eine sehr gute Malz-Zusammenstellung und eine tolle Rezenz. Zusätzlich habt ihr es geschafft die Drinkability hoch zu halten, trotz der fast 7,0% Alkohol. Einen Punkt ziehe ich aber ab, da es für Novizzen hier schwierig sein wird den Craftbier-Einstieg zu finden.

9,0 HoppiPoints gehen ab in die Heide.

Facts:

Alc. 6,8%

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Paddy@HoppiThek
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