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HoppiThek fragt nach: Brauerei Drei Kronen – Braumeisterin Isabella Mereien „Fränkische Tradition trifft auf experimentelles CraftBier“

22. November 2017 - HoppiThek fragt nach:
HoppiThek fragt nach: Brauerei Drei Kronen – Braumeisterin Isabella Mereien „Fränkische Tradition trifft auf experimentelles CraftBier“

Axel war für ein paar Tage in Franken unterwegs und hatte die Gelegenheit mit der Braumeisterin der Brauerei Drei Kronen, Isabella Mereien, ein Interview zu führen.

Die Brauerei Drei Kronen liegt in Memmelsdorf in unmittelbarer Nähe zu Bamberg.

 

 

 

Die Braumeisterin sprach mit der HoppiThek über fränkische Traditionen, das Durchsetzen am großen Biermarkt vor Ort, Experimente mit Craftbieren und eine Love Story die in die Eifel führt!

 

Axel: Hallo Isabella, ich komme aus der Eifel und du hast einen Eifler aus der Nähe meines Heimatortes geheiratet. Wie kommt diese Verbindung zustande?

Isabella Mereien: Markus und ich haben uns in München auf der Braumeisterschule kennengelernt. So kommt ein Eifler Jung nach Oberfranken.

Alleinstellungsmerkmal „Lohnbrauen“

 

Axel: Ihr seid mit eurer Brauerei in der Bierregion um Bamberg ansässig. Wie hebt man sich von der Masse ab und sorgt dafür, dass Bierliebhaber den Weg zu euch finden?

Isabella Mereien: Ja das stimmt, wir haben im Landkreis Bamberg 62 Brauereien, da muss man sich natürlich Gedanken machen wie und wo man sein Bier verkaufen will. Da wir für Getränkemärkte oder Festservice zu klein sind, haben wir unsere Nische beim Lohnbrauen gefunden. Das heißt wir brauen zum Beispiel für Gastronomen, Hobbybrauer oder Vereine, die schon immer mal ihr eigenes Bier wollten.

Axel: Im Angebot habt ihr ständig drei Biere, ein Lager, die „Helle Lotte“ sowie euer Rauchbier „Stöffla“, welches auch bereits einen „Europeen Beer Star“ abräumte. Außerdem ist heute (31.10.2017 d. Red.) Bockbieranstich. Im Herbst veranstalten sehr viele Brauereien in Franken dieses Event. Wie kommt eigentlich der Zeitpunkt im Herbst zustande?

Isabella Mereien: In Franken trinkt man sich im Herbst Stärke an für den kommenden Winter, das hat eine lange Tradition. Und dafür hat man früher ein stärkeres Bier gebraut.

„Die Kunst ist es über Jahrzehnte hinweg eine gleichbleibende Qualität und ein süffiges Bier herzustellen.“

 

Axel: Ihr habt auch Craftbiere im Angebot. Sehr interessant finde ich euer Dinkel Ale „Holladie Bierfee“. Wie sind eure Erfahrungen mit Craftbieren und seid ihr an einer Weiterentwicklung in dieser Richtung interessiert?

Isabella Mereien: Persönlich interessieren wir uns sehr für Craftbier. Wir haben neben der „Bierfee“ auch ein IPA („Nessie“ d. Red.). Aber generell ist der Begriff ja eh irreführend, weil wenn man anschaut wo das Craftbier herkommt, aus den USA, wo es einfach ein handwerkliches Bier aus einer kleinen Brauerei ist, dann heißt das ja, dass wir seit 1457, dem Gründungsjahr unserer Brauerei, nichts anderes machen als Craftbier. Wenn man damit aber die Biere meint, die über den normalen Biergeschmack hinausgehen, dann muss ich sagen, dass wir natürlich auch gerne experimentieren. Aber die eigentliche Kunst ist es über Jahrzehnte hinweg eine gleichbleibende Qualität und ein süffiges Bier herzustellen.

„Die Öffentlichkeitsarbeit in sozialen Netzwerken kann niemals das Lebensgefühl einer Bierprobe aus dem Lagerkeller ersetzen“

 

Axel: Was haltet ihr von den sozialen Netzwerken als Plattform für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit?

Isabella Mereien: Wir nutzen die sozialen Netzwerke natürlich auch für unsere Öffentlichkeitsarbeit und es ist ein schöner Weg um mit Bierliebhabern zu kommunizieren, die zum Beispiel weiter weg sind.  Aber generell lässt sich über Bier am besten vor Ort, zum Beispiel bei einer Brauereiführung, reden. Da stehen wir dann im Lagerkeller oder im Sudhaus und probieren ein gezwickeltes Bier. Dieses Lebensgefühl kann kein soziales Netzwerk bieten.

Zum Schluss noch vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg für Ihre Brauerei.


Ein gezwickeltes „helle Lotte“ aus dem Tank.

Temperaturanzeige und Überwachung des Gärtanks

Das Kühlschiff wird nur noch von wenigen Brauereien benutzt. In der Brauerei drei Kronen noch in Betrieb

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Bilder: Brauerei Drei Kronen, Bierakedemie , Axel Delges

Interview, Text:  Axel Delges, Isabella Mereien (Braumeisterin der Drei Kronen Brauerei, Memmelsdorf), Nadja und Patrick Schäfer


 

 

 

in Kürze:

  • Drei Kronen Memmelsdorf: Brautradition seit 1457
  • Hotel, Gasthof und Brauerei
  • Die Brauerei führt noch ein intaktes Kühlschiff
  • 3 Bierspezialitäten, Saisonbiere und CraftBiere
  • Brauereiführungen für bis zu 20 Personen

Kontakt:

 

Hotel, Gasthof, Brauerei

Frankenhotel Drei Kronen
Memmelsdorf GmbH

Hauptstraße 19
96117 Memmelsdorf

Tel.: 0951 – 944 330
Fax: 0951 – 944 33 66

https://www.drei-kronen.de
E-Mail: info@drei-kronen.de

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